Zu Besuch im Legoland: Kleine Weltreise durchs Miniland

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Damit fing alles an: Das dänische Dorf Lilleby steht seit 1968 im Legoland / Thomas Meins

Damit fing alles an: Das dänische Dorf Lilleby steht seit 1968 im Legoland / Thomas Meins

Kindisch, oder? Am vergangenen Wochenende hatte ich endlich Gelegenheit, das Legoland in Billund in voller Pracht zu bewundern. Ein Traum aus Kindheitstagen ging für mich in Erfüllung. Die Achterbahnen, das Polarland, Legoredo Town, die Königsburg in Knight’s Kingdom – gut und schön, aber diese Attraktionen des Freizeitparks habe ich lieber den Kindern überlassen. Für mich zählte nur eins: das Miniland, diese niedliche Ansammlung von Legomodellen mit nachgebauten Häuschen, Straßen und Landschaften aus aller Welt. 20 Millionen Legosteine auf einer Fläche, die etwa die Größe eines Fußballfeldes hat.

Durch Lilleby rattert eine Eisenbahn / Thomas Meins

Durch Lilleby rattert eine Eisenbahn / Thomas Meins

Das Legoland in Billund eröffnete 1968 seine Pforten – die erste und fast einzige Attraktion damals war das Miniland. Und die ersten Häuschen aus dem Miniland stehen noch immer. Die Lego-Designer bauten das dänische Fantasiedorf Lilleby.

Die Grachten von Amsterdam in der Miniland-Version / Thomas Meins

Die Grachten von Amsterdam in der Miniland-Version / Thomas Meins

Die Häuschen aus den knallbunten Steinen sehen aus, als könnte sie jeder zu Hause nachbauen: einfache Formen, klare Grundrisse, sehr robust und wie gemacht fürs Spielen. Genau das macht die Faszination des Legosteins aus. Ich habe nachgefragt: Die Lilleby-Häuser bestehen noch immer aus den Original-Steinen. Legos sind scheinbar unzerstörbar: Die Modelle werden nach der Saison sandgestrahlt, imprägniert und im Winter eingelagert. Regen und Sonne der Freiluftsaison scheint ihnen nichts auszumachen, Lilleby strahlt noch genauso bunt wie vor 45 Jahren.

Nyhavn in Kopenhagen: Auf der Original-Straße herrscht etwas mehr Betrieb als im Miniland / Thomas Meins

Nyhavn in Kopenhagen: Auf der Original-Straße herrscht etwas mehr Betrieb als im Miniland / Thomas Meins

Die späteren Miniland-Modelle sind natürlich viel raffinierter. Mit dem wachsenden Sortiment an Legosteinen in allen möglichen Formen und Farben werden heute wesentlich kompliziertere und größere Modelle gebaut. So entstanden nicht nur Nachbildungen des Washingtoner Capitols, des Kennedy Space Centers oder ganzer Schlösser. Da lacht das Herz des Lego-Konstrukteurs – auch wenn diese Modelle für Amateur-Baumeister unmöglich nachbaubar sind.

Schweden: Die Einfahrt zum Göta-Kanal mit dem Dampfer "Juno" / Thomas Meins

Schweden: Die Einfahrt zum Göta-Kanal mit dem Dampfer “Juno” / Thomas Meins

Als Verbeugung vor den meist skandinavischen Gästen im Legoland entstanden vor allem Dörfer, Städte und Landschaften aus Schweden, Norwegen und Dänemark, etwa Bergen, das Schiffshebewerk am schwedischen Göta-Kanal oder auch die dänischen Städte Skagen und Ribe.

Das Grauman's Chinese Theatre am Hollywood Boulevard – ein Stück Los Angeles im Miniland / Thomas Meins

Das Grauman’s Chinese Theatre am Hollywood Boulevard – ein Stück Los Angeles im Miniland / Thomas Meins

Die USA sind mit Los Angeles vertreten: ein Stückchen Downtown, Hollywood Boulevard und Beverly Hills. Außerdem gibt’s ein paar Ansichten aus Holland, Schottland und Tirol, Deutschland ist unter anderem mit dem Mittelrhein, Düsseldorf, Tegernsee, Schloss Neuschwanstein und dem VW-Werk in Wolfsburg dabei. Da hätte es, vom Märchenschloss abgesehen, attraktivere Vorbilder gegeben.

Eine idyllische Seitenstraße in Miniland-Bergen / Thomas Meins

Eine idyllische Seitenstraße in Miniland-Bergen / Thomas Meins

Weite Teile der großen weiten Welt fehlen also noch. Asien, Afrika, Australien, Südamerika – leider noch nicht nachgebaut im Miniland. Alles eine Frage des Marketings, schätze ich. Kommen erst mal mehr Touristen aus China oder Brasilien, klappt’s vielleicht auch mit der Skyline von Shanghai oder dem Zuckerhut in Rio. Oder des Sponsorings: Einzelne Modelle sind nämlich mithilfe von Geldgebern aus der Wirtschaft konstruiert und gebaut worden – mit dem Logo des entsprechenden Unternehmens versehen. Einige Airlines haben sich auf dem Mini-Flughafen Billund engagiert, eine chinesische Firma ist mit einem Heißluftballon im Rennen, und ein großer US-Brausehersteller lässt einen Lieferwagen mit seinem Schriftzug durchs Legoland fahren.

 

Der Eingang zum Hotel Legoland – selbstverständlich mit Legosteinen dekoriert / Thomas Meins

Der Eingang zum Hotel Legoland – selbstverständlich mit Legosteinen dekoriert / Thomas Meins

Die Fakten: Das Legoland ist 2013 noch bis Ende Oktober geöffnet. Ein Online-Ticket für den Park kostet 239 Kronen für Ewachsene, 223 Kronen für Kinder. Wer länger als einen Tag bleiben will, kann im Hotel Legoland einchecken – mit direktem Zugang zum Legoland. Das 4-Sterne-Hotel verfügt über 199 Zimmer, darunter 50 Familienzimmer und 23 Themenzimmer. Gäste des Hotels können einen Resort-Pass erwerben, der Zugang zum benachbarten Lalandia Billund gewährt. Zum Legoland Billund Resort, eine Marketing-Kooperation in Südjütland, gehören neben dem Lalandia der Givskud Zoo, Billund und die Ostsee-Städte Vejle und Kolding.

Die Reise fand auf Einladung des Legoland Billund Resort statt, www.legolandholidays.dk.

1 Kommentar auf “Zu Besuch im Legoland: Kleine Weltreise durchs Miniland

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